Dancing Jax - Auftakt und Panem #1 waren wie gesagt Re-Reads. Von Dancing Jax erscheint Mitte Oktober der Abschlussband, was ich zum Anlass genommen habe, die komplette Trilogie schnell hintereinander weg zu lesen. 5 Blätter für diesen Auftakt! // Zu Panem muss man nicht viel mehr sagen, wir wissen alle, wie toll diese Trilogie ist. Der erste Film zum Abschlussband kommt im November in die Kinos, ich lese das jetzt halt alles nochmal. Band 1 bekommt verdiente 5 Blätter. // Zwei Zimmer, Küche, Geist kam vom SUB und war ein unterhaltsamer Sommerspaß. Wenn auch nicht übermäßig geist-lastig. 4 Blätter von mir für Lorna Graham. // Ein bißchen Chick-Lit zum Abschluss. What I did on my holidays war ein schneller, englischer Lesespaß, witzig und originell. Einfach schön! 4 Blätter für dieses Buch.
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Monatsrückblick September 2014
Diesen Monat gab es ein paar Re-Reads, denn es standen und stehen Folgebände diverser Trilogien oder Filme an. Da muss man natürlich vorher nochmal den Anfang lesen. Ansonsten war dies ein eher unspektakulärer Lesemonat, der weder den SUB wirklich abgebaut hat, noch was bahnbrechend Neues beinhaltet. Aber solche Monate muss es auch geben, damit man später wieder in die Vollen gehen kann.
Monatsrückblick September 2014
2014-09-29T10:45:00+02:00
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Lesen wir alle das Gleiche?
"Keine zwei Menschen lesen jemals das gleiche Buch." - Edmund Wilson
Oder doch?
Gerade auf Facebook bin ich gerne aktiv in diversen Büchergruppen. Dort gibt es diverse, sich immer wiederholende, Fragen. Ein Tolino oder ein Kindle? Überhaupt eReader? Indie-Autoren ja oder nein? Wie groß ist dein SUB? Über diese Fragen scheint sich die Buch-Community schier endlos austauschen zu können.
Was sie allerdings noch sehr gut zu beherrschen scheint, ist das Empfehlen der ewig gleichen Bücher und Autoren. Da mir das inzwischen immer mehr auffällt, drängte sich die Frage auf, ob wir tatsächlich alle das Gleiche lesen. Versteht mich nicht falsch, wir lesen natürlich nicht alle das Gleiche. Doch gibt es eine deutliche Gewichtung, von der ich wissen möchte, woher sie kommt.
Fragt man nach einem spannenden Krimi oder Thriller, schreien die Ersten man solle doch einen Fitzek lesen. Dann trudeln allmählich die Leser ein, die z.B. einen Jo Nesbo empfehlen. Oder eine Karin Slaughter. Fragt man nach etwas aus dem Fantasy Bereich, bombadieren einen die Leser mit Jugendbuch-Dystopien mit bestenfalls fantastischer Basis und reichlich Beziehungsdreieck-Gedöns. Etwas fürs Herz? "Ein ganzes halbes Jahr", "Weil ich Layken liebe", "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" - ganz groß dabei momentan. Man kann sich die Antworten praktisch selbst geben. Will man etwas, das man noch nicht hunderte Male in anderen Threads gesehen hat, muss man schon konkreter werden. Damit werden die Antworten aber auch automatisch weniger. Als ob es darüber hinaus nicht mehr viel gäbe.
Lesen wir wirklich so massentauglich? Wo sind die Autoren, die nicht die Bestsellerlisten rauf und runter fahren und zu Unrecht übersehen werden? Warum kann sich die Masse dafür nicht begeistern? Ist es die Anstrengung, die man unternehmen muss, sie zu finden?
Der Buchmarkt ist im Fluss. Erst kürzlich beklagte sich jemand, in ihrer Buchhandlung schrumpfe das Regal für Vampirfantasy und deren animalischen Kollegen auf ein Kleinstmaß. Was werden wir wohl morgen lesen? Wahrscheinlich mehr Gay/Bi-Romance, sobald auch noch der letzte Trittbrettfahrer von "Shades of Grey" das Zeitliche gesegnet hat.
Generell ist der so genannte "Mommy Porn" ein extrem beliebtes Thema unter den weiblichen Lesern. Da hat man wenigstens noch aufregenden Sex in Buchform. Indie-Autoren zu diesem Genre werden gefühlt im Stundentakt geboren. Die Erotik-eBooks explodieren in ihren Zahlen, so wie die Protagonisten in ihre bebenden Wunderweiber. Und während die berufstätige Ehefrau morgens in der Bahn verträumt auf ihren eReader starrt, haut am anderen Ende der Welt wieder eine Abigail F. Lovelust in ihre Tasten um ihr Studium zu finanzieren. Wenn es ihr zu langweilig wird, kann sie immerhin noch "Dinosaur Porn" schreiben.
Ist es der Markt, der uns diktiert, was wir zu lesen haben? Oder dürsten wir nach solchen, immer gleichen, Büchern? Sind es am Ende wir, die wir uns langweilen wollen?
Lesen wir alle das Gleiche?
2014-09-23T16:27:00+02:00
Wortwanderin
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Panem #3 Mockingjay Teil 1 - Der Trailer ist da!
Oh mein Gott, es ist bald soweit!
Packt eure Bögen aus und schultert eure Köcher, der Fight geht in die letzte, alles entscheidende Runde!
Man kam ja in den letzten Tagen kaum darum herum.
Überall fiel einem der Trailer zur Verfilmung des ersten Teils des dritten Bandes von Die Tribute von Panem vor die Füße.
Für alle, die das noch nicht wissen: Ja, auch hier geht Hollywood den Weg der größtmöglichen Ausschlachtung und macht aus dem dritten und letzten Buch einfach mal zwei Teile.
Bis zum 20. November müssen wir uns noch gedulden, Zeit genug um sich die ersten beiden Teile nochmal anzusehen oder die Trilogie zum x-ten Mal zu lesen. Irgendwie muss man die Zeit ja rumkriegen.
Ihr habt den Trailer natürlich auch schon etliche Male angeguckt, aber trotzdem poste ich ihn hier nochmal. Genießt das Kribbeln und die Vorfreude auf diese epische Schlacht um Freiheit und Selbstbestimmung. Ok, genug der Worte. Trailer ab!
Leider muss ich gestehen, dass ich den dritten Teil in Buchform nicht wirklich überzeugend fand. Das Feeling war für mich ein völlig anderes und vielleicht war es auch die Tatsache, dass es einfach eine Rebellen-gegen-Regierung-Schlacht war. Sowas hat man auch schon zigfach gesehen.
Momentan lese ich die Trilogie ein zweites Mal und schaue, ob mich der Abschlussband mehr erreicht.
Dafür gefällt mir der Trailer richtig gut. Eine Reihe für Kinder ist Panem ja nun noch nie gewesen. Daher erwarte ich hier u.a. einen Haufen Gebäudezerstörung, Bombendetonation und sterbende Mitstreiter. Bisher lässt mich der Trailer dahingehend nicht hängen. Vor allem freue ich mich aber auf alles, was nicht in die Luft fliegt. Die Entwicklung der Charaktere, auch zueinander, hat mich im Buch am meisten angesprochen. Von daher hoffe ich, dass das im Film nicht zu kurz kommt.
Wir werden es erleben. Möge das Gück bis dahin stets mit euch sein.
*verheißungsvolles Pfeifen*
Panem #3 Mockingjay Teil 1 - Der Trailer ist da!
2014-09-20T13:06:00+02:00
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Veronica Roth - Die Bestimmung - Trilogie
Ich habe den Abschlussband von Divergent beendet und statt eine Rezension bzw. Besprechung zu jedem einzelnen Band zu schreiben, tippe ich eben einen Post über die komplette Trilogie. Warum das, was so brachial schlecht begann, dann doch zu einem genialen Ende kam, lest ihr hier. Achtung: Spoiler enthalten!
Veronica Roth - Die Bestimmung - Trilogie
2014-05-15T17:34:00+02:00
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Lesevorschau Mai 2014
Nach der Leseflaute im April, habe ich mir etwas mehr Gedanken um den Monats-SUB gemacht. Da ich etwas im Rückstand bin und noch ein Buch aus dem April mitschleppe, habe ich auch darauf verzichtet, ein Los aus meinem Bookjar zu ziehen. Außerdem habe ich weniger Bücher als sonst für den Mai geplant. Ich habe in meiner Goodreads Challenge einen deutlichen Vorsprung, was ganz gut passt, da ich ohnehin das Gefühl bekämpfen will, lesen zu MÜSSEN.
Lesevorschau Mai 2014
2014-05-04T19:10:00+02:00
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Die sind echt zum Kotzen: Weibliche Charaktere #1

Irgendwann muss es mal raus. Wortwörtlich. Man kann ja nicht alles und jeden mögen. Deswegen starte ich heute eine neue Reihe namens Die sind echt zum Kotzen. Hier drin wüten blinder Hass und blankes Entsetzen zu einem bestimmten Thema. Zu Beginn beschäftige ich mich weiblichen Charakteren, die mir bitte nie, NIE wieder unterkommen. Dies ist keine handelsübliche Ranking-Liste. Vielleicht nervt Person A etwas mehr als Person B, dennoch haben sie eines gemeinsam: Sie sind ätzend. Und haben damit verdient, in einem Atemzug genannt zu werden. Heute Teil eins von...ach wer weiß, wie viel da noch kommen...
Monatsrückblick März 2014
Wie, schon so früh? Aber wir haben doch noch drei Tage bis Ende des Monats! Ja, schon..aber ehrlich, diesen Monat tut sich lesetechnisch nichts mehr. Ich bin durch für diesen März. Und meiner Goodreads Challenge für dieses Jahr zufolge, bin ich bereits sieben Bücher im Plus auf meinem Weg zu 50 gelesenen Büchern in 2014. Irgendwie ging es richtig gut voran. So gut, dass ich mir gegen Ende des Monats ein bißchen Zeit lassen konnte - und tatsächlich mal ein paar Tage gar nichts gelesen habe. Hier ist der knackige Rückblick auf die Märzbücher.
Monatsrückblick März 2014
2014-03-28T17:16:00+01:00
Wortwanderin
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Rick Yancey - The 5th wave
2013 war das Jahr von Rick Yancey. Nachdem er mit seiner Monstrumologe-Reihe bereits positiv aufgefallen war, veröffentlichte er seinen dystopischen, post-apokalyptischen Roman "The 5th wave". Das Buch schlug ein wie eine Bombe und wurde in jede Booktuber-Kamera gehalten. Man kam einfach nicht daran vorbei. Als dann schließlich meine örtliche Thalia-Filiale im Spätherbst einige Exemplare seines Werkes im Sortiment hatte, griff ich zu. Hier ist nun meine längst überfällige Rezension.
Lesevorschau März 2014
Meine Lesevorschau ist diesmal etwas später dran, denn ich musste vorher noch einen hartnäckigen Virus von meinem Laptop verbannen. Jetzt surfe ich wieder sicher und kann euch endlich zeigen, was ich im März an Büchern vor mir habe.
Lesevorschau März 2014
2014-03-06T15:14:00+01:00
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The OSCARS - Bookish Edition (2/2)

Die Oscars sind vergeben, die Gewinner gekürt. Während die Schauspieler Hollywoods ihre Goldmännchen küssen, küre ich die Sieger meiner Buch-Oscars für das Lesejahr 2013. Hier also der zweite Teil meiner der Bookish Academy Awards!
The OSCARS - Bookish Edition (2/2)
2014-03-03T17:32:00+01:00
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Buchreihen, die ich nicht beenden werde
Momentan geistert ein Tag durch die Buchwelt, der mich fast noch mehr interessiert, als all die Empfehlungen. Und zwar geht es um die Buchreihen, die man nicht zu Ende lesen wird. Man hat sie zwar angefangen, aber irgendwann die Lust verloren. Oder fand sie gleich so dämlich, dass Weiterlesen überhaupt keine Option ist. Natürlich habe ich auch ein paar Reihen begonnen, von denen ich nichts mehr lesen will. Welche das sind, und warum sie mich mal können, lest ihr hier.
The OSCARS - Bookish Edition (1/2)

Anfang März werden die diesjährigen Oscars vergeben. Zeit, um auch meine persönlichen Buch-Oscars für das Lesejahr 2013 zu vergeben! Der Tag geistert ja schon einige Zeit im Booktuber und Buchblogger-Universum herum. Jetzt gibt es meinen Senf dazu. Wer geht am Ende als strahlender Sieger hervor? Vorhang auf und willkommen zum ersten Teil der Bookish Academy Awards!
The OSCARS - Bookish Edition (1/2)
2014-02-25T11:54:00+01:00
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[Lesejahr 2013] Die Tops des Jahres
Hallo miteinander!
Hoffentlich seid ihr gut ins neue Jahr gerutscht und geht mit neuer Energie in 2014.
Jahreswechsel sind unter Bloggern ja immer besonders interessant, da jeder seine persönlichen Rückblicke postet. Sozusagen eine kleine Tour durchs Lesejahr. Hier mag ich natürlich nicht fehlen, denn im Jahr 2013 habe ich tatsächlich 43 Bücher gelese (wenn auch ein paar abgebrochen).
Der ein oder andere wird jetzt lachen, weil es ihm so wenig erscheint und sicher gibt es da draußen Leseratten, die das dreifache wegputzen. Jedoch habe ich noch nie so viele Bücher in einem Jahr gelesen und da natürlich auch ein paar sehr gute mit dabei waren, kommen jetzt...
Hoffentlich seid ihr gut ins neue Jahr gerutscht und geht mit neuer Energie in 2014.
Jahreswechsel sind unter Bloggern ja immer besonders interessant, da jeder seine persönlichen Rückblicke postet. Sozusagen eine kleine Tour durchs Lesejahr. Hier mag ich natürlich nicht fehlen, denn im Jahr 2013 habe ich tatsächlich 43 Bücher gelese (wenn auch ein paar abgebrochen).
Der ein oder andere wird jetzt lachen, weil es ihm so wenig erscheint und sicher gibt es da draußen Leseratten, die das dreifache wegputzen. Jedoch habe ich noch nie so viele Bücher in einem Jahr gelesen und da natürlich auch ein paar sehr gute mit dabei waren, kommen jetzt...
Meine Top 5 des Lesejahres 2013
Robin Jarvis - Zwischenspiel (Dancing Jax #2)
Die Trilogie um das verfluchte Märchenbuch, dem die ganze Welt verfällt geht in die zweite Runde und erschüttert durch Brutalität und Grauen. Das Zwischenspiel hielt mich durch seinen guten Plot gefangen, begeisterte durch Einfallsreichtum und angenehme Charaktere. War sogar noch besser als der erste Teil. Ich liebe diese Reihe!
4. Platz
Emma Donoghue - RAUM
Der erschütternde Roman um eine Frau, die mit ihrem Sohn gefangen in einem Schuppen lebt. Ihren Peiniger als steten Gast und keine Hoffnung auf Flucht. Bis zu diesem einen Tag... RAUM hat mich durch seine bedrückende, und doch positive Atmosphäre gefangen. Ein Buch, das mich verändert zurück gelassen und das mein Herz tief bewegt hat. Stellenweise hielt ich wirklich die Luft an und wollte noch schneller lesen. Sehr empfehlenswert und zu Recht so erfolgreich.
3. Platz
Jasper Fforde - Grau (Shades of Grey #1)
Fforde ist berühmt für seine schrägen, kreativen Welten und auch hier enttäuscht er nicht. In einer Welt in der Farbsehen über den gesellschaftlichen Stand entscheidet, schlagen sich zwei stille Revoluzzer durch um eine Verschwörung aufzudecken. Ultra komisch, super einfallsreich und mal eine andere Art Dystopie. Las sich herrlich erfrischend und macht große Lust auf mehr. Ich warte gespannt auf Teil 2.
Rick Yancey - The 5th wave
Die bis dato noch nicht auf Deutsch erhältliche Dystopie schlug in Bloggerkreisen ein wie eine Bombe. Die düstere Zukunftsgeschichte um eine Alieninvasion startet mit einem beeindruckenden ersten Teil, der sich vor allem mit der Frage "Wem kannst du noch trauen?" beschäftigt. Erschütternd, packend. Ein echtes Highlight zum Ende meines Lesejahres. Bin gespannt, wie hier dann die deutsche Fassung ankommt.
1. Platz
Kiera Cass - The Elite
Weil ich die Trilogie auf Englisch lese, war die Elite schon im Frühsommer dran. Und war das Buch toll! Man bekommt, wonach es aussieht. Kitsch, Drama, Mädchengezicke und pubertären Herzschmerz. Aber liebreizend verpackt und mit einer starken Protagonistin.
Ich hatte großen Spaß beim Lesen und fühlte mich rundum wunderbar unterhalten. In mir steckt eben doch eine kleine Prinzessin, die sich von dieser Trilogie angesprochen fühlt. Teil 3 kann kommen!
Puh...das war schwer. Ein paar tolle Bücher musste ich leider aus dem Ranking werfen (Robocalypse, Die Insel der besonderen Kinder...) und ein paar habe ich gar nicht erst aufgezählt, weil die durch ihre Größe sowieso alles überstrahlen (Panem, Rubinrot). Mit der abschließenden Liste bin ich nun zufrieden. Damit kann ich leben und bereite mich mental mal auf die unschönen Seiten des Lesejahres vor.
Ja, ihr habt richtig geraten. Wo eine Top 5 ist, gibt es auch eine Flop 5. Doch mehr dazu später...
Eure Wortwanderin
[Lesejahr 2013] Die Tops des Jahres
2014-01-02T14:59:00+01:00
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Mein Bücherregal (4/12)
Heute nach etwas längerer Pause, der vierte Teil meiner Bücherregal-Tour!
Ganz links seht ihr den Insider's Guide zur Black Dagger Reihe von J.R. Ward. Kein Muss, aber ein gut gelungenes Extra. Direkt danebei folgen Band 1 und 2 der Selection-Trilogie von Kiera Cass. Ich lese sie auf Englisch, daher die TB Ausgabe - bin ich auch früher mit dem Ende dran, waaah! Es folgt PopCo von Scarlett Thomas, das sich mit de Lügen der Medienwelt befasst. Daneben sind zwei Bände der Teuflisches Genie Reihe (oder Trilogie?) von Catherine Jinks. Teil 1 habe ich gelesen, alles andere danach nicht. Muss ich unbedingt ändern! Genauso wie in der Monstrumologe Reihe von Rick Yancey. Bin nach dem 1. Band irgendwie stecken geblieben, dabei sind die Bücher echt gut. Natürlich fehlt auch Saeculum von Ursula Poznanski nicht. Daneben ein Highlight unter den Jugendbüchern: Die Dancing Jax Trilogie (bzw. Band 1 und 2, denn 3 erscheint erst noch) von Robin Jarvis. Hammer, unbedingt lesen! Wie ihr seht, besitze ich tatsächich nur Band 1 der City of Bones Reihe von Cassandra Clare. Liegt hauptsächlich an dem offenbar schwerer beschaffbaren Format, das nur ein Verlag führt. Warum einfach, wenn es auch schwer geht, was?
Es folgt Robocalypse von Daniel H. Wilson, welches von Steven Spielberg verfilmt werden soll. Hurra!
S. G. Browne steuert Schicksal! bei. Daneben steht Troposphere von Scarlett Thomas im schnieken silbernden Schutzumschlag. Die Radleys von Matt Haig sind mal eine etwas andere Vampirfamilie, während Die Geschichte der O von Pauline Réage die Mutter aller BDSM-Erotikromane ist. Wer braucht da schon Shades of Grey? - Das fragt sich bestimmt auch Firmin aus Ein Rattenleben von Sam Savage, denn der Vierbeiner hätte wohl was anderes gelesen.Vielleicht von seinen tierischen Kollegen aus Glennkill von Leonie Swann? Zum Schluss folgt der wunderschöne Schuber des Steampunk-Romans Die Glasbücher der Traumfresser von Gordon Dahlquist. Das Design des physischen Buches ist ein mega Highlight.
Wortwanderin
Ganz links seht ihr den Insider's Guide zur Black Dagger Reihe von J.R. Ward. Kein Muss, aber ein gut gelungenes Extra. Direkt danebei folgen Band 1 und 2 der Selection-Trilogie von Kiera Cass. Ich lese sie auf Englisch, daher die TB Ausgabe - bin ich auch früher mit dem Ende dran, waaah! Es folgt PopCo von Scarlett Thomas, das sich mit de Lügen der Medienwelt befasst. Daneben sind zwei Bände der Teuflisches Genie Reihe (oder Trilogie?) von Catherine Jinks. Teil 1 habe ich gelesen, alles andere danach nicht. Muss ich unbedingt ändern! Genauso wie in der Monstrumologe Reihe von Rick Yancey. Bin nach dem 1. Band irgendwie stecken geblieben, dabei sind die Bücher echt gut. Natürlich fehlt auch Saeculum von Ursula Poznanski nicht. Daneben ein Highlight unter den Jugendbüchern: Die Dancing Jax Trilogie (bzw. Band 1 und 2, denn 3 erscheint erst noch) von Robin Jarvis. Hammer, unbedingt lesen! Wie ihr seht, besitze ich tatsächich nur Band 1 der City of Bones Reihe von Cassandra Clare. Liegt hauptsächlich an dem offenbar schwerer beschaffbaren Format, das nur ein Verlag führt. Warum einfach, wenn es auch schwer geht, was?
Es folgt Robocalypse von Daniel H. Wilson, welches von Steven Spielberg verfilmt werden soll. Hurra!
S. G. Browne steuert Schicksal! bei. Daneben steht Troposphere von Scarlett Thomas im schnieken silbernden Schutzumschlag. Die Radleys von Matt Haig sind mal eine etwas andere Vampirfamilie, während Die Geschichte der O von Pauline Réage die Mutter aller BDSM-Erotikromane ist. Wer braucht da schon Shades of Grey? - Das fragt sich bestimmt auch Firmin aus Ein Rattenleben von Sam Savage, denn der Vierbeiner hätte wohl was anderes gelesen.Vielleicht von seinen tierischen Kollegen aus Glennkill von Leonie Swann? Zum Schluss folgt der wunderschöne Schuber des Steampunk-Romans Die Glasbücher der Traumfresser von Gordon Dahlquist. Das Design des physischen Buches ist ein mega Highlight.
Wortwanderin
Mein Bücherregal (4/12)
2013-11-24T18:49:00+01:00
Wortwanderin
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Monatsrückblick Oktober 2013
Es ist schon wieder soweit. Der Oktober ist ja geradezu vorbeigerauscht. Jetzt wird es so richtig knackig kalt draußen und die Lesemonate sind geprägt von dampfenden Teetassen, wärmenden Decken und gemütlichem Schmökern auf der heimischen Couch. Bevor wir uns aber einkuscheln, gibt's hier noch schnell meinen Monatsrückblick mit Minireview.
S. J. Watson - Ich. darf. nicht. schlafen.
Ein Buch, das mich sehr gefesselt hat. Teilweise wusste ich selbst nicht mehr, wer hier nun die Wahrheit erzählt und wem zu trauen ist. Watson beherrscht es meisterhaft, das Lesetempo durch aufkommende Spannung zu erhöhen, bis man sich wünscht, man könnte über die Seiten fliegen. Die Geschichte hat mich in jeder Hinsicht überzeugt und so wurde dieser Debüt-Thriller zu einem der Lesehighlights in diesem Jahr. Die komplette Rezi dazu findet ihr HIER.
S. J. Watson - Ich. darf. nicht. schlafen.
Ein Buch, das mich sehr gefesselt hat. Teilweise wusste ich selbst nicht mehr, wer hier nun die Wahrheit erzählt und wem zu trauen ist. Watson beherrscht es meisterhaft, das Lesetempo durch aufkommende Spannung zu erhöhen, bis man sich wünscht, man könnte über die Seiten fliegen. Die Geschichte hat mich in jeder Hinsicht überzeugt und so wurde dieser Debüt-Thriller zu einem der Lesehighlights in diesem Jahr. Die komplette Rezi dazu findet ihr HIER.
Emma Donoghue - RAUM
Oh Mann, dazu noch was zu sagen, fällt schwer. Ein tief bewegendes Buch, das mich in vielerlei Hinsicht mitgenommen und berührt hat. Es war unangenehm, sperrig, langatmig, schlicht thematisch unschön. Aber die Umsetzung ist so warmherzig und liebevoll, dass man die ganze Zeit hätte weinen können. Ich bin von der leisen Stärke dieses Romans wirklich begeistert. Ein unglaublich wertvolles Buch, das ich nur weiterempfehlen kann. Die komplette Rezi dazu findet ihr HIER.
Colleen Gleason - Bleicher Morgen (Das Buch der Vampire #1)
Zwischendurch mal ein Vampirroman ohne muskelbepackte, überragend bestückte Beißer. Die Mischung aus Stolz und Vorurteil und Buffy war ein Re-Read für mich um die Pentalogie endlich mal anzugehen. Im zweiten Anlauf entdeckte ich einige Facetten, die ich lieber mochte, als beim ersten Lesen. Der ironische Humor, die latent witzige Verzweiflung und charismatische Figuren machten mir Spaß. Jetzt freue ich mich auf Band 2 und bin schon sehr gespannt, wie es nach diesem Ende weitergeht. Dieses Ende...
Jane Green - The Other Woman / Bis dass sie uns scheidet
Mein persönlicher Monatsflop. Ich habe mich nach sage und schreibe zwei Monaten endlich bis zum Ende gequält. Aber wirklich gut ist es auch da leider nicht geworden. Selten so furchtbar nervtötende Charaktere erlebt. Eigentlich wollte man sie die ganze Zeit einfach nur anbrüllen. Ich bin froh, dass das Elend nun vorbei ist und das Buch einen neuen Besitzer finden kan. Die komplette Rezi über dieses Grauen zwischen Buchdeckeln findet ihr HIER.
Suzanne Collins - Gefährliche Liebe (Die Tribute von Panem #2)
Dazu muss man nun wirklich nix mehr sagen. Ich habe es nun endlich auch gelesen und bin ich eineinhalb Tagen regelrecht durchgepflügt. Ich konnte es nicht weglegen. Es war so dermaßen spannend, so gut, so bewegend! Irgendwie nimmt mich dieser gesellschaftliche Aufstand total mit, ich hab auf den ersten hundert Seiten schon Tränchen vergossen. Und jetzt muss ich noch viel zu viele Tage bis zum Filmstart warten. Gna!
Der aufmerksame Leser wird sich fragen, wo Immensee von Theodor Storm abgeblieben ist. Nun, der ist noch auf meinem Monats-SUB und wird mit in den November genommen. Da die Sprache doch etwas getragener ist und ich aktuell gar keine Ruhe für so viel Konzentration hatte, werde ich das Büchlein einfach etwas später lesen. Und die anstehende Leserunde meines Lovelybooks-Gewinn erfordert auch etwas mehr Zeit und intensivere Bearbeitung, daher kommt im November ein so dünnes Buch wie Immensee gerade Recht.
Was habt ihr gelesen?
Wortwanderin
Monatsrückblick Oktober 2013
2013-11-01T11:15:00+01:00
Wortwanderin
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Lesevorschau November 2013
Der Oktober neigt sich dem Ende zu und es wird Zeit, die Lektüre für den November zu planen.
Im kommenden Monat wird es hauptsächlich Jugendbücher in meinem TBR geben, was unter anderem einem bald laufenden Kinofilm zu verdanken ist ;)
Die Schwärzeste Nacht von Gleasons Buch der Vampire Reihe ist Band 2 der Pentalogie. Für mich ist, nach dem Re-Read von Band 1, dieses Buch komplett neu für mich und ich bin gespannt, wie es mit Victoria und dem Kampf gegen Vampirkönigin Lilith weitergeht.
Unerwarteterweise hatte meine örtliche Thalia-Filiale einige Exemplare von The 5th Wave von Rick Yancey. Ich habe natürlich im Wahn und ohne Nachdenken zugegriffen. Dies ist ein in Blogger- und Youtuberkreisen immens gehyptes Buch über ein junges Mädchen mitten in einer Alien Invasion. Die Kritiken hierzu gehen ziemlich auseinander und ich hoffe, dass ich es nach dem Auslesen nicht für völlig überbewertet halten werde. Die Thematik ist jedenfalls sehr interessant und ich freu mich tierisch aufs Lesen.
Vorher allerdings MUSS ich unbedingt Band 2 und 3 von Panem lesen. Ja, ich gestehe: Ich habe bisher nur Band 1 gelesen. Da nun im November die Verfilmung des zweiten Bandes in die Kinos kommt, muss ich hier ein bißchen Gas geben. Und weil es in der Bücherei den Abschlussband zufällig gerade in Englisch gab, habe ich ihn einfach mitgenommen. Damit ich nicht wieder ein, zwei Jahre trödele bis ich denn dann endlich mal das letzte Buch lese.
Je nachdem, wann ich es bekomme, schiebe ich irgendwo noch ein fünftes Buch für den November ein. Ich habe bei lovelybooks nämlich die Teilnahme an einer Leserunde mit der Autorin gewonnen und erhalte irgendwann das entsprechende Buch. Welches das ist, zeige ich euch, wenn ich es erhalten habe.
Und was lest ihr im November?
Eure Wortwanderin
Im kommenden Monat wird es hauptsächlich Jugendbücher in meinem TBR geben, was unter anderem einem bald laufenden Kinofilm zu verdanken ist ;)
Die Schwärzeste Nacht von Gleasons Buch der Vampire Reihe ist Band 2 der Pentalogie. Für mich ist, nach dem Re-Read von Band 1, dieses Buch komplett neu für mich und ich bin gespannt, wie es mit Victoria und dem Kampf gegen Vampirkönigin Lilith weitergeht.
Unerwarteterweise hatte meine örtliche Thalia-Filiale einige Exemplare von The 5th Wave von Rick Yancey. Ich habe natürlich im Wahn und ohne Nachdenken zugegriffen. Dies ist ein in Blogger- und Youtuberkreisen immens gehyptes Buch über ein junges Mädchen mitten in einer Alien Invasion. Die Kritiken hierzu gehen ziemlich auseinander und ich hoffe, dass ich es nach dem Auslesen nicht für völlig überbewertet halten werde. Die Thematik ist jedenfalls sehr interessant und ich freu mich tierisch aufs Lesen.
Vorher allerdings MUSS ich unbedingt Band 2 und 3 von Panem lesen. Ja, ich gestehe: Ich habe bisher nur Band 1 gelesen. Da nun im November die Verfilmung des zweiten Bandes in die Kinos kommt, muss ich hier ein bißchen Gas geben. Und weil es in der Bücherei den Abschlussband zufällig gerade in Englisch gab, habe ich ihn einfach mitgenommen. Damit ich nicht wieder ein, zwei Jahre trödele bis ich denn dann endlich mal das letzte Buch lese.
Je nachdem, wann ich es bekomme, schiebe ich irgendwo noch ein fünftes Buch für den November ein. Ich habe bei lovelybooks nämlich die Teilnahme an einer Leserunde mit der Autorin gewonnen und erhalte irgendwann das entsprechende Buch. Welches das ist, zeige ich euch, wenn ich es erhalten habe.
Und was lest ihr im November?
Eure Wortwanderin
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2013-10-29T11:15:00+01:00
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Monatsrückblick September 2013
Wie schnell das wieder ging, der September ist vorbei und ich zeige euch, was ich diesen Monat gelesen habe. Ich habe diesen Monat meinen frischen Bücherreiausweis exzessiv genutzt und so ziemlich alles verschlungen, was ich wirklich ganz, ganz dringend lesen wollte. Im Oktober wird es also wieder mehr Bücher aus meinem SUB geben, denn der wil ja auch endlich mal kleiner werden. Am Wochenende hoffe ich, euch meine TBRs für den Oktober zeigen zu können. Ich freu mich schon! Doch hier erstmal der Rückblick.
Kerstin Gier - Rubinrot; Saphirblau; Smaragdgrün
Die berühmte Edelstein-Trilogie hat natürlich auch mich begeistert. Nicht nur die wundervolle Gestaltung der Bücher, sondern auch der verzaubernde Inhalt hat mein Herz im Sturm erobert. Eine tolle Geschichte für Jung und Alt mit sympathischen Figuren, viel Charme und dem typischen Autorenhumor.
Kerstin Gier - Rubinrot; Saphirblau; Smaragdgrün
Die berühmte Edelstein-Trilogie hat natürlich auch mich begeistert. Nicht nur die wundervolle Gestaltung der Bücher, sondern auch der verzaubernde Inhalt hat mein Herz im Sturm erobert. Eine tolle Geschichte für Jung und Alt mit sympathischen Figuren, viel Charme und dem typischen Autorenhumor.
Ransom Riggs - Die Insel der besonderen Kinder (Miss Peregrine #1)
Was mysteriös und ein wenig gruselig beginnt, entspinnt sich zu einer zauberhaften Geschichte voller kleiner Wunder und Überraschungen. Die Charaktere schließt man sofort ins Herz und fiebert auf jeder Seite mit. Teil 2 der Reihe erwarte ich sehnsüchtig. Großes Lob gibt es auch für die herrliche Gestaltung und die liebevolle Aufmachen im Innenteil. Allein die Fotos sind mehr als nur einen Blick wert. Die Rezension findet ihr HIER!
Scott Westerfeld - Leviathan (Leviathan #1)
Eine unter Youtubern sehr beliebte Reihe, deren erster Teil mich allerdings nicht überzeugen konnte. Statt der angegeben 16 Jahre Lesealter, ist dieses Buch eher für 13-jährige geeignet. Ich fand es nett, aber wenig spannend. Das Steampunk-Thema ist für mich nicht glaubhaft ausgearbeitet bis undurchdacht. Im Grunde eine gute Idee, die aber nicht voll genutzt wird. Daher die Empfehlung für das junge Lesealter.
Veronica Roth - Divergent (Divergent #1)
Ich fand interessant zu sehen, wie sehr dieses Buch gehypted wird obwohl darin so gut wie gar nicht passiert. Fahrt nimmt es erst im letzten Drittel auf. Davor kämpft man sich durch eine durchaus interessante Gesellschaftsstruktur und die typisch dystopischen Problemchen. Die Protagonistin ist weitgehend undurchdacht und mir egal. Mich interessiert allerdings, wie es nun mit dem System weitergeht.
Und was habt ihr in diesem Monat gelesen?
Eure Wortwanderin
(Bilderquelle: goodreads.com)
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Monatsrückblick September 2013
2013-09-30T16:36:00+02:00
Wortwanderin
Dystopie|Fantasy|Horror|Jugendbuch|Monatsrückblick|Steampunk|
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Jasper Fforde - Grau (Shades of Grey #1)
Jasper Fforde zählt unbestreitbar zu meinen Lieblingsautoren. Seine Thursday Next-Reihe ist eine Perle in meinem Bücherregal und sein schräger, kreativer Stil hat mein Herz im Sturm erobert. Auch wenn ich "Grau" schon lange lesen wollte, dauerte es doch einige Zeit bis uns das Schicksal dann doch zusammenführte (irgendwas ist ja immer...).
Buchdaten
Autor: Jasper Fforde
Titel: Grau
Reihe: Shades of Grey, #1 von 3
Preis: 19,95€ (gebundene Ausgabe), 15,99€ (Kindle), als TB bis dato nicht erhältlich
Verlag: Eichhorn
Seitenzahl: 469
Die Welt der Farben
"Grau" spielt in einer Zeit weit nach der unseren, wobei eine genaue Jahreszahl nicht angegeben wird. Das Leben richtet sich nach den aufgestellten Regeln eines gewissen Munsell, dessen Ideologien nicht in Frage gestellt werden. Auf ihn gehen auch diverse Rücksprünge zurück, bei der die Menschheit sich immer weiter sehr ursprünglichem Leben nähert (z.B. durch das Verbot industrialisierter Landwirtschaft und Wiedereinführung des Ackerbaus durch Pferde). Die Bevölkerung ist inzwischen nicht mehr in der Lage alle Farben zu sehen, sondern kann nur noch jeweils eine Farbe erkennen. Die Gesellschaft wird dementsprechend strikt hierarchisch nach Farbsicht unterteilt, wobei die Purpurnen zur Spitze gehören, während Graue ein geradezu sklavenartiges Leben am Boden der Pyramide führen. Geheiratet wird demnach kaum noch aus Liebe, sondern zum Zweck des sozialen Aufstiegs. Im Alter von 20 Jahren legt jedes Mitglied des Kollektivs den sogenannten "Ishihara" ab - einen Sehtest, der über die Einordnung in die verschiedenen Farbsichten entscheidet. Krankheiten werden ebenfalls durch den Einsatz von Farben kuriert, diese ehrenvolle Aufgabe ist dem Beruf der Mustermänner vorbehalten. Edward "Eddie" Russett ist der Sohn eines eben solchen.
Ein Mann sieht Rot - wortwörtlich
Eddie Russett (zu Deutsch Rostrot) reist mit seinem Vater in die Randzone, denn er wurde wegen ungebührlichen Benehmens dazu verdonnert, sich in Demut zu üben. Zu diesem Zweck soll er alle Stühle in der Randzone zählen. Eddie ist zur Hälfte einer Oxblood versprochen, die seine rote Farblinie aufwerten soll. Seine Rotsicht ist besser als er zugeben mag, was ihn hoffen lässt, einmal Präfekt zu werden. Engagiert fügt er sich vorerst den Regeln der Gesellschaft, doch dann wird Eddie Zeuge eines seltsamen Todesfalls. Da Eddie, zum Leiden des Kollektivs, über ein Gewissen und Neugier verfügt, stellt er Nachforschungen an. Schon bald treiben sie ihn in die Arme von Jane Grey, einer Grauen mit einer hinreißenden Stupsnase. Es kommt, wie es kommen muss. Eddie verliebt sich in das kratzbürstige Dienstmädchen, das ihm ständig mit seiner Ermordung droht. Ein Roter und eine Graue? Nach unten in der Farbskala heiratet nun wirklich niemand. Aber das Schicksal lässt die beiden nicht mehr los und letztlich machen sich beide daran, die grausigen Geheimnisse des Kollektivs aufzudecken. Denn nichts ist, wie es scheint.
Eindrücke
"Grau" ist ein typischer Fforde. Der Roman strotzt nur so vor kreativen Einfällen (das Kollektiv fürchtet Schwäne), schrägen Ideen (asphaltierte Straßen reinigen sich selbst) und unvorstellbaren Tatsachen (jedes Tier verfügt über einen Strichcode). Und auch wenn die erste Beschreibung der Welt in diesem Roman nahezu erschreckend erscheint, so schreibt Fforde gewohnt leichtfüßig. So wird die Dystopie zu einem Stück Humor und verliert ihren Schwermut. Nicht selten muss man also schmunzeln, wenn mal wieder eine sinnbefreite Erklärung fällt.
Der Autor versteht es, wichtige Informationen zurück zu halten und einen Spannungsbogen aufzubauen, an dem man klebt wie eine Motte an der Kerze. Auch die Ausarbeitung der Charaktere ist sehr gelungen. Fforde verzichtet auf Stereotypen und enthüllt im Verlauf der Geschichte immer weitere Wesenszüge. Die Entwicklung der Figuren gefällt und wird nicht dröge, auch wenn man natürlich mit diversen Wendungen rechnet. Nebenfiguren sind Fforde-typisch abgedreht und liebenswert. Die amüsanteste Erscheinung ist der Apokryphe Mann. Einfach herrlich, zum sich wegschmeißen lustig.
Eddie war mir durchweg sympathisch. Charmant ist besonders, dass er ursprünglich eigentlich gar nicht einsehen will, dass er gegen die Munsell'schen Regen verstoßen möchte. Der Zugang zu Jane fiel mir schwerer, denn sie war dermaßen auf Konfrontation ausgelegt, dass es wirklich bis zur zweiten Buchhälfte gebraucht hat, bis ich mit ihr warm wurde. So erging es mir auch mit der Liebesgeschichte der beide. Ihre Liebe ist nicht romantisch, sondern versprüht eher einen eiskalten, trockenen Charakter - aber das passt.
Zuletzt: Der deutsche Titel gefällt mir weniger. Er greift zwar die Welt des Buches auf, ist aber viel zu weit gestreut. Immerhin geht es im Kern nicht um Grausehen, sondern die Reise in eine Stadt names Hoch-Safran.
Insofern bin ich gespannt, wie der Titel des zweiten Bandes im Deutschen lautet.
Fazit
Eine mal ganz andere Dystopie. Sie zieht den Leser nicht runter, sondern ist zum Bersten gefüllt mir Kuriositäten und Lachern. Darin verwoben ist eine hoch spannende Geschichte mit sympathischen Charakteren und einer Welt, die sowohl verwirrend als auch faszinierend ist. Von mir also eine ganz dicke Leseempfehlung und verdiente 5 Melonen.
BuchdatenAutor: Jasper Fforde
Titel: Grau
Reihe: Shades of Grey, #1 von 3
Preis: 19,95€ (gebundene Ausgabe), 15,99€ (Kindle), als TB bis dato nicht erhältlich
Verlag: Eichhorn
Seitenzahl: 469
Die Welt der Farben
"Grau" spielt in einer Zeit weit nach der unseren, wobei eine genaue Jahreszahl nicht angegeben wird. Das Leben richtet sich nach den aufgestellten Regeln eines gewissen Munsell, dessen Ideologien nicht in Frage gestellt werden. Auf ihn gehen auch diverse Rücksprünge zurück, bei der die Menschheit sich immer weiter sehr ursprünglichem Leben nähert (z.B. durch das Verbot industrialisierter Landwirtschaft und Wiedereinführung des Ackerbaus durch Pferde). Die Bevölkerung ist inzwischen nicht mehr in der Lage alle Farben zu sehen, sondern kann nur noch jeweils eine Farbe erkennen. Die Gesellschaft wird dementsprechend strikt hierarchisch nach Farbsicht unterteilt, wobei die Purpurnen zur Spitze gehören, während Graue ein geradezu sklavenartiges Leben am Boden der Pyramide führen. Geheiratet wird demnach kaum noch aus Liebe, sondern zum Zweck des sozialen Aufstiegs. Im Alter von 20 Jahren legt jedes Mitglied des Kollektivs den sogenannten "Ishihara" ab - einen Sehtest, der über die Einordnung in die verschiedenen Farbsichten entscheidet. Krankheiten werden ebenfalls durch den Einsatz von Farben kuriert, diese ehrenvolle Aufgabe ist dem Beruf der Mustermänner vorbehalten. Edward "Eddie" Russett ist der Sohn eines eben solchen.
Ein Mann sieht Rot - wortwörtlich
Eddie Russett (zu Deutsch Rostrot) reist mit seinem Vater in die Randzone, denn er wurde wegen ungebührlichen Benehmens dazu verdonnert, sich in Demut zu üben. Zu diesem Zweck soll er alle Stühle in der Randzone zählen. Eddie ist zur Hälfte einer Oxblood versprochen, die seine rote Farblinie aufwerten soll. Seine Rotsicht ist besser als er zugeben mag, was ihn hoffen lässt, einmal Präfekt zu werden. Engagiert fügt er sich vorerst den Regeln der Gesellschaft, doch dann wird Eddie Zeuge eines seltsamen Todesfalls. Da Eddie, zum Leiden des Kollektivs, über ein Gewissen und Neugier verfügt, stellt er Nachforschungen an. Schon bald treiben sie ihn in die Arme von Jane Grey, einer Grauen mit einer hinreißenden Stupsnase. Es kommt, wie es kommen muss. Eddie verliebt sich in das kratzbürstige Dienstmädchen, das ihm ständig mit seiner Ermordung droht. Ein Roter und eine Graue? Nach unten in der Farbskala heiratet nun wirklich niemand. Aber das Schicksal lässt die beiden nicht mehr los und letztlich machen sich beide daran, die grausigen Geheimnisse des Kollektivs aufzudecken. Denn nichts ist, wie es scheint.
Eindrücke
"Grau" ist ein typischer Fforde. Der Roman strotzt nur so vor kreativen Einfällen (das Kollektiv fürchtet Schwäne), schrägen Ideen (asphaltierte Straßen reinigen sich selbst) und unvorstellbaren Tatsachen (jedes Tier verfügt über einen Strichcode). Und auch wenn die erste Beschreibung der Welt in diesem Roman nahezu erschreckend erscheint, so schreibt Fforde gewohnt leichtfüßig. So wird die Dystopie zu einem Stück Humor und verliert ihren Schwermut. Nicht selten muss man also schmunzeln, wenn mal wieder eine sinnbefreite Erklärung fällt.
Der Autor versteht es, wichtige Informationen zurück zu halten und einen Spannungsbogen aufzubauen, an dem man klebt wie eine Motte an der Kerze. Auch die Ausarbeitung der Charaktere ist sehr gelungen. Fforde verzichtet auf Stereotypen und enthüllt im Verlauf der Geschichte immer weitere Wesenszüge. Die Entwicklung der Figuren gefällt und wird nicht dröge, auch wenn man natürlich mit diversen Wendungen rechnet. Nebenfiguren sind Fforde-typisch abgedreht und liebenswert. Die amüsanteste Erscheinung ist der Apokryphe Mann. Einfach herrlich, zum sich wegschmeißen lustig.
Eddie war mir durchweg sympathisch. Charmant ist besonders, dass er ursprünglich eigentlich gar nicht einsehen will, dass er gegen die Munsell'schen Regen verstoßen möchte. Der Zugang zu Jane fiel mir schwerer, denn sie war dermaßen auf Konfrontation ausgelegt, dass es wirklich bis zur zweiten Buchhälfte gebraucht hat, bis ich mit ihr warm wurde. So erging es mir auch mit der Liebesgeschichte der beide. Ihre Liebe ist nicht romantisch, sondern versprüht eher einen eiskalten, trockenen Charakter - aber das passt.
Zuletzt: Der deutsche Titel gefällt mir weniger. Er greift zwar die Welt des Buches auf, ist aber viel zu weit gestreut. Immerhin geht es im Kern nicht um Grausehen, sondern die Reise in eine Stadt names Hoch-Safran.
Insofern bin ich gespannt, wie der Titel des zweiten Bandes im Deutschen lautet.
Fazit
Eine mal ganz andere Dystopie. Sie zieht den Leser nicht runter, sondern ist zum Bersten gefüllt mir Kuriositäten und Lachern. Darin verwoben ist eine hoch spannende Geschichte mit sympathischen Charakteren und einer Welt, die sowohl verwirrend als auch faszinierend ist. Von mir also eine ganz dicke Leseempfehlung und verdiente 5 Melonen.
Caragh O'Brien - Die Stadt der verschwundenen Kinder (Birthmarked #1)
Buchdaten
Autor: Caragh O'Brien
Titel: Die Stadt der verschwundenen Kinder
Buchreihe: Birthmarked, #1 von 3
Preis: 16,99€ (gebundene Ausgabe), 8,99€ (TB), 7,99 (Kindle)
Verlag: Heyne
Seitenanzahl: 464
Altersempfehlung: Ab 14 Jahre
Inhaltliches
Wir befinden uns in etwa im Jahr 2400. Die heutige Menschheit ist durch die massive Ausbeutung der natürlichen Ölvorkommen zu Grunde gegangen. Denn ohne Öl keine Nahrungsmittelproduktion (so die Begründung). Während der Großteil der Bevölkerung ein Leben wie im Mittelalter fristet, ist das Überleben innerhalb der sogenannten "Enklave" zumindest gesichert. Diese Stadt lebt mit den Dörfchen außerhalb ihrer Mauern in einer Art Symbiose. Die Enklave liefert Wasser, als Gegenleistung erhält sich von jeder Hebamme die ersten drei entbundenen Babys des Monats.
Gaia ist 17 und wie ihre Mutter eine Hebamme. Noch stellt sie das System nicht in Frage - doch dann werden ihre Eltern ausgerechnet von der Enklave verhaftet. Das Geheimnis, das ihre Familie hütet, reißt Gaia in einen Strudel aus Lügen, Misstrauen, Angst, aber auch dem unbändigen Wunsch nach positiver Veränderung. Was ist der Grund für den Babyhandel? Warum kommt kein Kind zurück? Gaia deckt nach und nach die Wahrheit auf und riskiert dabei ihr Leben.
Eindrücke
Auf die Lektüre dieses Buches habe ich mich sehr gefreut. Von der Trilogie hatte ich nur Gutes gehört und war dementsprechend gespannt. Die Kurzbeschreibung klang vielversprechend und gefiel mir auf Anhieb.
Schade ist, dass es im Deutschen keine knackige Übersetzung für Birthmarked gibt, aber der deutsche Titel trifft zumindest den Inhalt.
Caragh O'Brien schreibt angenehm. Sie verzichtet auf zu übermäßiges Ausschmücken, klingt aber auch nicht hölzern. Die Sätze sind recht kurz und beschleunigen den Lesefluss. Man schafft so locker über 100 Seiten in kurzer Zeit. Auch die Kapitel haben eine ideale Länge und man ist eigentlich nicht dazu gezwungen "mittendrin" zu pausieren.
Die Autorin setzt uns einen hoch spannenden Plot vor, der viel Material hergibt. Doch sie nutzt die Chance, daraus etwas zu machen, leider nicht voll aus. Vieles wirkt an den Haaren herbei gezogen. So hat die Protagonistin Gaia einfach für alles und jeden einen Helfer. Teilweise weiß man gar nicht was, was der da jetzt soll, weil diese Figuren einfach in die Geschichte geschmissen werden, so wie O'Brien sie gerade braucht. Das führt natürlich dazu, dass die selbstmörderischen Handlungen Gaias allesamt funktionieren, so absurd diese auch sein mögen. Als Beispiel sei hier eine Maske aus Teig aufgezählt, die ein Bäcker ihr aufs Gesicht klebt, um die Wachen der Enklave bei Gaias unerlaubtem Zutritt zu täuschen. Ohje!
Gaia selbst soll zwar als mutiges Mädchen dargestellt werden, bleibt aber überraschend farblos. Was vielleicht der Tatsache geschuldet ist, dass sie so gut wie nichts alleine machen muss. Eine Charakterentwicklung findet insofern statt, dass sie von einem blinden Diener zu einem Rebellen wird. Wie schon gesagt, hier wäre ein Ansatz, aber die Möglichkeiten lässt die Autorin weitgehend ungenutzt liegen.
Persönlich ist mir die Liebesgeschichte zwischen Gaia und einer Wache sehr aufgestoßen. Denn diese war über die Maßen hinkonstruiert. Keine Schmetterlinge im Bauch, keine wirkliche Entwicklung, man fragt sich ständig, wo es da jetzt bin gefunkt hat. Und warum. Denn passiert ist nichts. Auf einmal war die Liebe da.
Wenn es doch so einfach wäre, was? Wieder einmal erhält man den Eindruck, die Autorin hätte zur Abrundung unbedingt noch eine Lovestory gebraucht und man schnell einen geeigneten Partner für Gaia in den Verlauf geworfen.
Das Fortschreiten des Plots und auch die Erklärung des Babyhandels sind ganz gut gelungen. Interessant finde ich die Motivation der Enklave, Kinder einzuziehen. In gewisser Weise ist sie sogar verständlich (wenn auch die Umsetzung wirklich übel ist). Das Buch weist einen netten Spannungsbogen auf, der Höhepunkt ist dafür wieder mittelmäßig und schlicht zu einfach. Es endet geschlossen, aber mit der Möglichkeit für mehr. Und mehr gibt es ja, immerhin sind Band 2 und 3 bereits erschienen.
Fazit
"Die Stadt der verschwundenen Kinder" ist bei aller Kritik kein Buch, das man schreiend an die Wand werfen möchte. Es ist nicht wirklich gut, aber für schlecht ist es zu gut. Schließlich will man ja doch wissen, was jetzt aus dem Deal mit den Babys wird und ob Gaia es schafft, die Enklave zu Fall zu bringen. Dies ist ein Buch, das ich in seinem Ansatz sehr mag, von dem ich mir jedoch wünsche, jemand anderes hätte ihn umgesetzt.
Das Genre der Dystopie ist mein Highlight unter allen Genres. Ich lese es mit Abstand am liebsten und kann im Vergleich sagen, dass es weit bessere Plots gibt als diesen. Wir haben hier ein durchschnittliches Buch mit viel Potenzial und eher dürftiger Umsetzung. Leider muss man sagen, denn eigentlich ist die Idee sehr spannend. Die Ausarbeitung der Charaktere ist ganz okay, wenn man die Leseempfehlung von 14 Jahren im Hinterkopf hat. Erfahreneres Publikum dürfte aber mehr verlangen.
Ich vergebe 3 Melonen.
Autor: Caragh O'Brien
Titel: Die Stadt der verschwundenen Kinder
Buchreihe: Birthmarked, #1 von 3
Preis: 16,99€ (gebundene Ausgabe), 8,99€ (TB), 7,99 (Kindle)
Verlag: Heyne
Seitenanzahl: 464
Altersempfehlung: Ab 14 Jahre
Inhaltliches
Wir befinden uns in etwa im Jahr 2400. Die heutige Menschheit ist durch die massive Ausbeutung der natürlichen Ölvorkommen zu Grunde gegangen. Denn ohne Öl keine Nahrungsmittelproduktion (so die Begründung). Während der Großteil der Bevölkerung ein Leben wie im Mittelalter fristet, ist das Überleben innerhalb der sogenannten "Enklave" zumindest gesichert. Diese Stadt lebt mit den Dörfchen außerhalb ihrer Mauern in einer Art Symbiose. Die Enklave liefert Wasser, als Gegenleistung erhält sich von jeder Hebamme die ersten drei entbundenen Babys des Monats.
Gaia ist 17 und wie ihre Mutter eine Hebamme. Noch stellt sie das System nicht in Frage - doch dann werden ihre Eltern ausgerechnet von der Enklave verhaftet. Das Geheimnis, das ihre Familie hütet, reißt Gaia in einen Strudel aus Lügen, Misstrauen, Angst, aber auch dem unbändigen Wunsch nach positiver Veränderung. Was ist der Grund für den Babyhandel? Warum kommt kein Kind zurück? Gaia deckt nach und nach die Wahrheit auf und riskiert dabei ihr Leben.
Eindrücke
Auf die Lektüre dieses Buches habe ich mich sehr gefreut. Von der Trilogie hatte ich nur Gutes gehört und war dementsprechend gespannt. Die Kurzbeschreibung klang vielversprechend und gefiel mir auf Anhieb.
Schade ist, dass es im Deutschen keine knackige Übersetzung für Birthmarked gibt, aber der deutsche Titel trifft zumindest den Inhalt.
Caragh O'Brien schreibt angenehm. Sie verzichtet auf zu übermäßiges Ausschmücken, klingt aber auch nicht hölzern. Die Sätze sind recht kurz und beschleunigen den Lesefluss. Man schafft so locker über 100 Seiten in kurzer Zeit. Auch die Kapitel haben eine ideale Länge und man ist eigentlich nicht dazu gezwungen "mittendrin" zu pausieren.
Die Autorin setzt uns einen hoch spannenden Plot vor, der viel Material hergibt. Doch sie nutzt die Chance, daraus etwas zu machen, leider nicht voll aus. Vieles wirkt an den Haaren herbei gezogen. So hat die Protagonistin Gaia einfach für alles und jeden einen Helfer. Teilweise weiß man gar nicht was, was der da jetzt soll, weil diese Figuren einfach in die Geschichte geschmissen werden, so wie O'Brien sie gerade braucht. Das führt natürlich dazu, dass die selbstmörderischen Handlungen Gaias allesamt funktionieren, so absurd diese auch sein mögen. Als Beispiel sei hier eine Maske aus Teig aufgezählt, die ein Bäcker ihr aufs Gesicht klebt, um die Wachen der Enklave bei Gaias unerlaubtem Zutritt zu täuschen. Ohje!
Gaia selbst soll zwar als mutiges Mädchen dargestellt werden, bleibt aber überraschend farblos. Was vielleicht der Tatsache geschuldet ist, dass sie so gut wie nichts alleine machen muss. Eine Charakterentwicklung findet insofern statt, dass sie von einem blinden Diener zu einem Rebellen wird. Wie schon gesagt, hier wäre ein Ansatz, aber die Möglichkeiten lässt die Autorin weitgehend ungenutzt liegen.
Persönlich ist mir die Liebesgeschichte zwischen Gaia und einer Wache sehr aufgestoßen. Denn diese war über die Maßen hinkonstruiert. Keine Schmetterlinge im Bauch, keine wirkliche Entwicklung, man fragt sich ständig, wo es da jetzt bin gefunkt hat. Und warum. Denn passiert ist nichts. Auf einmal war die Liebe da.
Wenn es doch so einfach wäre, was? Wieder einmal erhält man den Eindruck, die Autorin hätte zur Abrundung unbedingt noch eine Lovestory gebraucht und man schnell einen geeigneten Partner für Gaia in den Verlauf geworfen.
Das Fortschreiten des Plots und auch die Erklärung des Babyhandels sind ganz gut gelungen. Interessant finde ich die Motivation der Enklave, Kinder einzuziehen. In gewisser Weise ist sie sogar verständlich (wenn auch die Umsetzung wirklich übel ist). Das Buch weist einen netten Spannungsbogen auf, der Höhepunkt ist dafür wieder mittelmäßig und schlicht zu einfach. Es endet geschlossen, aber mit der Möglichkeit für mehr. Und mehr gibt es ja, immerhin sind Band 2 und 3 bereits erschienen.
Fazit
"Die Stadt der verschwundenen Kinder" ist bei aller Kritik kein Buch, das man schreiend an die Wand werfen möchte. Es ist nicht wirklich gut, aber für schlecht ist es zu gut. Schließlich will man ja doch wissen, was jetzt aus dem Deal mit den Babys wird und ob Gaia es schafft, die Enklave zu Fall zu bringen. Dies ist ein Buch, das ich in seinem Ansatz sehr mag, von dem ich mir jedoch wünsche, jemand anderes hätte ihn umgesetzt.
Das Genre der Dystopie ist mein Highlight unter allen Genres. Ich lese es mit Abstand am liebsten und kann im Vergleich sagen, dass es weit bessere Plots gibt als diesen. Wir haben hier ein durchschnittliches Buch mit viel Potenzial und eher dürftiger Umsetzung. Leider muss man sagen, denn eigentlich ist die Idee sehr spannend. Die Ausarbeitung der Charaktere ist ganz okay, wenn man die Leseempfehlung von 14 Jahren im Hinterkopf hat. Erfahreneres Publikum dürfte aber mehr verlangen.
Ich vergebe 3 Melonen.
Caragh O'Brien - Die Stadt der verschwundenen Kinder (Birthmarked #1)
2013-07-08T20:15:00+02:00
Wortwanderin
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Rezension
Kiera Cass - The Selection (Selection #1)
Hallo miteinander,
der Sommer lädt zum Lesen auf dem heimischen Balkon ein und ich habe mir dafür endlich eine Buchreihe gegönnt, auf die ich schon lange aus war: Selection von Kiera Cass. Da die deutsche Ausgabe zum Kaufzeitpunkt ausverkauft und nicht nachbestellbar war, entschied ich mich fürs englischsprachige Original. Dieses gibt’s zum Glück als günstiges Taschenbuch mit dem gleichen wundervollen Cover wie die gebundene deutsche Version.
Buchdaten
Taschenbuch: 352 Seiten Verlag: HarperTeen
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0062059947
ISBN-13: 978-0062059949
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 17 Jahre
Preis: Gekauft habe ich das Buch in einer Buchhandlung um die Ecke zu einem Preis von ca. 8€.
The Selection bildet den ersten Band einer Trilogie. Der zweite Band ist auf Englisch bereits erschienen. Der Abschlussband folgt im Frühjahr 2014.
Blurb (Klappentext)
„Die Chance deines Lebens?35 perfekte Mädchen – und eine von ihnen wird erwählt. Sie wird Prinz Maxon, den Thronfolger des Staates Illeá, heiraten. Für die hübsche America Singer ist das die Chance, aus einer niedrigen Kaste in die oberste Schicht der Gesellschaft aufzusteigen und damit ihre Familie aus der Armut zu befreien. Doch zu welchem Preis? Will sie vor den Augen des ganzen Landes mit den anderen Mädchen um die Gunst eines Prinzen konkurrieren, den sie gar nicht begehrt? Und will sie auf Aspen verzichten, ihre heimliche große Liebe?“
(Quelle: amazon.de)
Rahmenhandlung
Das Buch besitzt einen geringen dystopischen Hintergrund, denn der Plot spielt zu einer Zeit nach dem Vierten Weltkrieg. Nicht nur die USA existieren nicht mehr so, wie wir sie kennen. Stattdessen ist dort, wo damals die Staaten waren, nun das Land Illéa. Illéas Gesellschaft ist in ein Kastensystem unterteilt. Die erste Kaste ist dabei der Königsfamilie vorbehalten. Zwei und Drei bilden zum Beispiel angesehene Familien mit wichtigen Verbindungen politischen Interesses. Es geht hinunter bis Kaste Acht, in der die Obdachlosen und Hungernden ihr Dasein fristen.Protagonistin America gehört der fünften Kaste an, in der sich Künstler, Sänger, Tänzer, Artisten tummeln. Das Leben am Existenzminimum ist machbar, aber hart. Sie ist Teil einer großen Familie, die sich gegenseitig immer unterstützt und alles teilt. Was America jedoch nicht teilt, ist ihr Geheimnis, dass sie seit zwei Jahren Aspen datet. Aspen, ihre erste große Liebe, ist eine Sechs und somit eine Kaste unter ihr. Eine offizielle Beziehung ist somit nahezu ausgeschlossen.
Parallel dazu ist Prinz Maxon endlich 18 geworden und muss heiraten. Eine Frau aus dem Volk. Dazu können sich landesweit Mädchen im heiratsfähigen Alter bewerben. Die Vorauswahl von 35 Mädchen wird schließlich ins Schloss eingeladen, wo sie in einem monatelangen Prozess um die Gunst des Prinzen buhlen. Unter den Augen der Kameras, die dieses Event in die Wohnzimmer Illéas bringen. Die Aussicht auf die Krone und ein sorgenfreies Leben veranlasst abertausende junge Frauen, sich für die „Selection“ einschreiben. America ist eine von ihnen.
Eigentlich hat sie keine Lust darauf und fürchtet, ausgewählt zu werden. Schließlich meldet sie sich nur an, weil ihre Mutter ihr einige Vorteile versprach. Doch die Masse an Einschreibungen entspannt sie – sie wird schon nicht gewählt werden, denkt sie.
Es kommt, wie es kommen muss: Sie ist eine der 35. Für die Familie, die dafür belohnt wird, das gute Essen, die Flucht vorm Alltag geht sie ins Schloss.
Aber nicht für die Liebe oder gar Prinz Maxon. Denkt sie…
Leseeindrücke
Wenn man sich die Idee der Geschichte ansieht, kommt einem direkt in den Sinn, dass es sich hierbei um einen Mix aus dem Bachelor und Panem handelt. Verkehrt ist das sicher nicht. Im Vergleich zum Bachelor ist die Motivation der 35 natürlich bierernst und für Panem ist die Geschichte zu leichtfüßig. Auch wenn wir hier durchaus dystopische Grundzüge haben, ist der Ton von The Selection eher unbeschwert. Die Autorin schafft es dabei meisterhaft, das vermeintlich oberflächliche Casting ebenso glaubhaft darzustellen, wie das Leben innerhalb der unteren Kasten.
Kiera Cass schreibt in einem ausschmückenden, aber nicht überbordenden Stil, der es dem Leser einfach macht, ins Schloss einzutauchen. Teil der Selection zu werden. Mir ist in den letzten Jahren nicht viel Lektüre untergekommen, die das so gut hinbekommt. Weiterhin bedient sie sich einem einfachen Englisch. Mit Schulenglisch kommt man mühelos durch. Von daher finde ich die Altersempfehlung ab 12 auch ganz treffend.
Die Protagonistin America ist eine durchweg sympathische Person mit den richtigen Werten. Im Gegensatz zu manch anderer Anwärterin ist sie reduziert, bodenständig und verfügt über einen eigenen Kopf. Mir ist kein Moment gekommen, in dem ich ihr Handeln unverständlich oder gar nervig fand. Auch die restlichen Charaktere machen einen runden Eindruck. Neben der obligatorischen Erzfeindin finden wir ein Potpourri an Persönlichkeiten. Ganz besonders überrascht hat mich dabei Prinz Maxon, der gar nicht kitschig ist, sondern fürsorglich, erwachsen und humorvoll. Man kann ihn nicht hassen, selbst wenn man America lieber mit Aspen sehen würde (ich ja nicht, aber falls!).
The Selection ist ein modernes Märchen. Es ist nicht oberflächlich, aber eine schnelle Lektüre mit allen Aspekten, die man aus Kindermärchen kennt. Dadurch ist der Einstieg besonders leicht. Der dystopische Rahmen verleiht der Story eine gewisse Würze und bringt interessante Sichtweisen auf. Der Leser wird also animiert, sich ein Urteil zu bilden und Gesellschaftskritik zu üben. Ein spannender Nebeneffekt der dystopischen Jugendliteratur.
Fazit
Ich wusste, dass ich The Selection mögen würde, aber dass ich sie so gut finde, überrascht mich. Die Mixtur aus Märchen und Reality-TV funktioniert besser als gedacht und ließ mich nicht mehr los. Für ältere Semester ebenso prickelnd, wie für junge Leserinnen. Eine packend schöne Story um eine wirklich sympathische Hauptfigur. Von mir fünf verdiente Sternchen und eine dicke Leseempfehlung.Dieser Artikel erschien auch auf anderen Meinungsplattformen.
Kiera Cass - The Selection (Selection #1)
2013-06-21T19:09:00+02:00
Wortwanderin
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