Buchreihen, die ich nicht beenden werde

Wortwanderin | 27. Februar 2014 | / / / / / / / / / |


Momentan geistert ein Tag durch die Buchwelt, der mich fast noch mehr interessiert, als all die Empfehlungen. Und zwar geht es um die Buchreihen, die man nicht zu Ende lesen wird. Man hat sie zwar angefangen, aber irgendwann die Lust verloren. Oder fand sie gleich so dämlich, dass Weiterlesen überhaupt keine Option ist. Natürlich habe ich auch ein paar Reihen begonnen, von denen ich nichts mehr lesen will. Welche das sind, und warum sie mich mal können, lest ihr hier.




Und alle so: WAS?! Achtung, jetzt mache ich mir mal richtige Freunde!
Als der erste Band von Twilight einen großen Hype auslöste, musste ich einfach wissen, was alle so toll daran finden. Also legte ich mir "Biss zum Morgengrauen" von Stephenie Meyer kurzerhand auch zu. Spätestens nach der Hälfte des Buches wollte ich am liebsten in die Ecke brechen. Eine dermaßen schreckliche Protagonistin und ein so sülziger Horst von Hauptfigur waren mir bis dahin nicht untergekommen. Die Story an sich wäre ja gar nicht mal schlecht gewesen - hätte man sie einfach mal "in gut" geschrieben. Das Ende vom Lied war, dass ich mein Buch sofort verkaufte und seitdem auch keinen weiteren Twilight-Band gelesen habe. Ist auch nicht in Planung.


Mit meiner zweiten Reihe bin ich wenigstens nicht ganz alleine. Denn "Göttlich verdammt" von Josephine Angelini ist Twilight nur mit Göttern. Dreiste Kopien kommen selten gut an. Und die hier ist dann auch noch absolut unterirdisch geschrieben. Mit allem, was eine Jugendbuchreihe momentan hergeben muss: Insta-Love, Drama, Rumgezicke, ein bißchen was Übernatürliches..ah, und der Plot-Twist natürlich. Bei diesem Buch habe ich beinahe geweint vor Lachen, und Schmerz. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass für mich nach Band 1 Schluss war. Weiter ausgeführt habe ich das in meiner Rezension.



Auch "Divergent" von Veronica Roth ist dabei. Oh Gott, brennt ihren Blog nieder! Und auch hier griff wieder das Hype-Phänomen. Gelesen, weil alle davon sprachen, wie wahnsinnig gut es sei. Und dann beim Lesen beinahe eingeschlafen. Hauptfigur wählt, trainiert, verknallt sich. Über mehrere hundert Seiten. Zwischendrin stirbt noch einer und alles endet in diesem einen Moment, in dem endlich mal was passiert! Band 2 habe ich eine Chance gegeben. Nur um nach 20 popligen Seiten zu merken, dass mich der Käse eigentlich überhaupt nicht interessiert. Soll die ihre Gesellschaft bitte ohne mich neu definieren. Ich bin raus.



Zum Schluss noch eine Reihe, bei der ich die Entwicklung wirklich bedauere. Denn sie startete gut und konnte mich über zehn Bände angenehm unterhalten. Nun ist sie endgültig zur Daily Soap unter den Vampir-Romanen verkommen und saugt sich nach nunmehr zwölf Bänden allmählich die Geschichte aus den Fingern. Die Rede ist von "Midnight Breed" von Lara Adrian. Nach dem inhaltlichen Cut nach Band 10, habe ich Band 11 auch noch gelesen. Nur um zu merken, dass mir das nun doch alles zu abgefahren und dümmlich wird. Wirklich sehr schade, denn die Figuren mochte ich immer sehr und sie sind soetwas wie Freunde geworden über all die Jahre. Was hast du nur gemacht, Lara?


Bisher waren das zum Glück alle Reihen, die nennenswert genug erschienen. Trotzdem kann ich nicht ausschließen, dass sich noch ein paar weitere Reihen dazu gesellen. Wenn es nötig wird, gibt es hierzu also einen weiteren Post. Bis dahin stöbere ich fleißig weiter und hoffe, nicht enttäuscht zu werden.
Schreibt mir doch, welche Reihen ihr abgebrochen habt!

Wortwanderin

©Carlsen Verlag, ©Dressler Verlag, ©Harper Collins, ©Egmont LYX

Kommentare :

  1. Diesen Tag kenne ich noch gar nicht :)
    Oh endlich jemand der mit Biss auch nicht glücklich wurde! ;)
    Liebe Grüße
    Janine
    Jeanne Darc Bücherblog

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  2. Schön, dass ich nicht ganz alleine bin. Das war aber auch schrecklich =)
    LG!

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  3. Ja, also...bei drei der vier Reihen kann ich dich verstehen. Die vierte habe ich nie gelesen. Allerdings fällt es mir einfach schwer, eine Reihe abzubrechen. Das geht nur, wenn es mich wirklich langweilt. Sonst muss ich immer wissen, wie es weiter geht...

    "Twilight" ist ursprünglich total an mir vorbeigegangen und erst als ich mit einer Freundin die ersten beiden Filme schauen "musste" und sie immer wieder sagte, die Bücher wären besser, habe ich es versucht. Der Vorteil ist ja, dass der Stil so einfach ist, dass man sie echt schnell durch hat. Deswegen habe ich es durchgezogen, aber Band 4 ist immer noch das unangefochten schlechteste Buch, das ich je gelesen habe - und das Buch, das meine Rezensenten-"Karriere" begründete, denn ich fand es so mies, dass ich mich bei Amazon darüber ausgekotzt habe. Meine allererste Rezension ;)

    "Göttlich verdammt" habe ich rezensiert als "Twilight reloaded" - bin also auch da voll deiner Meinung, auch was den Schreibstil anging. Der Plottwist zieht sich übrigens bis in den dritten Band. Obwohl man als Leser doch längst weiß, was wirklich los ist und die einfach alle nur mal rechnen müssten! Band 2 fand ich dann aber gut...Band 3 wieder nicht so.

    "Die Bestimmung" fand ich zuerst auch nicht so dolle. Meiner Meinung nach war vieles im World-Building schon sehr schwach, keine glaubwürdige Dystopie. Band 2 ist nicht unbedingt spannender als Band 1, aber hier gibt es zumindest am Ende einen Plottwist, der Sinn macht und vieles erklärt. Leider sehr spät...

    Eine Reihe die ich definitiv abgebrochen habe ist "Schloss der Engel". Und auch bei "House of Night" habe ich vorläufig bei Band 7 kapituliert. Aber das hatte ich auch schon mal bei Band 3... also wer weiß.

    LG

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  4. "Die Bestimmung" bzw. "Divergent" habe ich auch abgebrochen, es war einfach nicht meins. :D Den Film werde ich mir aber trotzdem anschauen, der wird mir glaube ich gefallen. :)

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